Die Jellicles sind sehr besorgt. Seit Tagen hatte keiner von ihnen Rumpleteazer oder Mungojerrie gesehen. In den ersten Tagen hatte sich keiner wirklich darum gekümmert und Jellylourum war sogar ein bisschen erfreut darüber, dass die beiden Störenfriede endlich mal Ruhe gaben. So konnte sie den Kätzchen in Frieden etwas beibringen, ohne das Rumple wie wild um sie rumsprang, die Kleinen zum Spielen aufforderte oder Mungo eine Attacke von Macavity vortäuschte, das sie irgentetwas stehelen konnten. Aber mittlerweile machten sie sich wirklich Sorgen. Heute trafen sie sich alle auf dem Schrottplatz, um die ernste Lage zu besprechen. "Wir haben die ganze Müllhalde abgesucht!", meldete sich Skimble, ,,Keine Spur von den beiden!" ,,Dann müssen wir eben außerhalb des Schrottplatzes suchen!", erwiderte Munkustrap. ,,Alonzo, lauf nach Victoia Grove und sieh nach! Vielleicht haben die beiden bei diesem Wetter nur keine Lust, nach draußen zu kommen!" ,,Warum ich?", fragte Lonzo. ,,Damit du jetzt was zu fragen hast. Mach schon! Wir anderen warten hier und suchen noch ein bisschen." Mit einem Seufzer drehte sich Alonzo um und verließ den Platz. Er lief und lief, und schon bald hatte er Victoria Grove erreicht. Es war nicht gerade ein kleines Grundstück, im Gegenteil. Mungo und Rumpleteazer lebten bei einer sehr reichen Familie. Und trozdem stahlen sie, wo es nur geht. Manche Katzen haben einfach Glück...Im Gegensatz zu ihm, dem Straßenkater, der sich das Futter mühevoll aus irgendwelchen Mülltonnen herauskratzen musste... In Gedanken betrat er das Gründstück. Ein kleiner Sprung durch die Hecke genügte, und er stand auf einer Wiese, die fast größer als der Schrottplatz war. Etwas zögerlich schlich er auf die riesige Villa zu. Mitten im Garten blieb er stehen und rief nach den beiden. ,,Mungo? Rumple? Kommt her! Die Jellicles machen sich Sorgen!" Keine Antwort. Ein wenig verloren stand die schwarz-weiß gescheckte Katze in dem riesigen Garten. Zögerlicher als zuvor schliech er langsam weiter. Normalerweise mied Alonzo die Menschen. Jetzt tappte er langsam am Rand des Hauses entlang. Ein Kellerfenster war gekippt. Alonzo versuchte sich hineinzudrücken, rutschte dabei aber nach unten und hing fest! Er zappelte und wand sich, doch dabei wurde es noch schlimmer. Er ließ sich baumeln und rief kläglich miauend nach Hilfe. Als nach Ewigkeiten niemand kam, hatte er eine Idee. Er ließ sich noch ein Stück nach unten gleiten, bis er mit ausgestreckten Hinterbeinen den Boden erreichen konnte. Er gab sich einen kräftigen Schubs und wurde in den Kellerraum geschleudert. Auf dem harten betonboden blieb er eine Weile liegen und wartete, bis der Schmerz an seiner Taillie nachließ. Nach einigen Minuten stand er auf und begann, vorsichtig und leise, das Haus zu durchsuchen.
Auf dem Schrottplatz machte sich bereits eine Unruhe breit. Alonzo war seit Stunden verschwunden. Munku war der einzige, der kühlen Kopf bewahrte. ,,Beruhigt euch, Leute! Victoria Grove ist nicht gerade klein, Alonzo braucht bestimmt eine Weile, bis er das ganze Haus durchsucht hat. Er wird schon wieder kommen!"
Alonzo war ein wütend. Warum musste ausgerechnet er, wo er ja sowieso nicht so viel von Rumple und Mungo hielt, nach ihnen schauen? Munku hätte ja ruhig selbst gehen können. Aber nein, er musste natürlich auf die anderen aufpassen. Typisch. Immer wird alles auf ihn abgeschoben. Mit ihm kann man es ja machen, der kleine Alonzo, der sich nicht wehrt. Jetzt war er weit gelaufen, hatte sich in einem Fenster eingeklemmt, sich dabei vielleicht ein paar Rippengebrochen, die ganze Villa durchsucht, und was kam dabei raus? Nichts. Weder Mungojerrie noch Rumpleteazer hatten sich blicken lassen. Jetzt lief er die Straße hinunter zum Schrottplatz. Er beschloss, eine Abkürzung über den Park zu nehmen, da sich zu dieser Zeit dort sowieso kein Mensch mehr rumtrieb; es dämmerte bereits. Als Alonzo also im Dunkeln des Parks heimschlich, fühlte er sich plötzlich verfolgt. Er blieb stehen und fuhr herum. Nichts. Nur ein paar Blätter raschelten im Wind und fegten über das Gras. Er tappte weiter. Dann, wie aus dem Nichts, stand plötzlich ein großer roter Kater vor ihm! Macavity persönlich, der Al Capone der Katzenwelt! ,,Macavity!" rief er erschrocken. Macavity war bekannt als fieser Schurke, Betrüger und Entführer, und Töten war keine große Sache für ihn. ,,In Person. Was macht so ein kleines Kätzchen wie du denn noch so spät hier im Dunklen Park?", fragte dieser. In dem Moment, als Mac die Pfote hob, sprang Alonzo an ihm vorbei und rannte schneller denn je nach Hause. Puh, das war knapp! Fast wäre er dem Napoleon der Kriminalität zum Opfer gefallen.
Teil 2:
Die anderen Jellicles fuhren erschrocken auf, als Lonzo auf den Platz schoss. Er blieb stehen und schnaufte heftig. ,,Alonzo! Was ist passiert? Hast du Mungo und Rumple gesehen?", stürzte sich Munku gleich auf ihn. Knapp hinter ihm, Cassandra. ,,Was ist los?"wiederholte Cassy Munkustrap´s Frage. Alonzo zog es vor, vorerst nicht zu antworten und japste erst nach Luft. Als er sich wieder einigermaßen erholt hatte, begann er zu berichten:,, Ich bin gerade im Park nur ganz knapp Macavity entkommen!" ,,Macavity!" wiederholte Demeter erschrocken. ,,Aber mir ist ja nichts passiert. Ich bin nur etwas aus der Puste." ,,Ein Glück, das du so schnell bist. Einen anderen von uns hätte Mac vielleicht aufgeholt!" lobte Jellylourum. Lonzo schmunzelte geschmeichelt. ,,Und was ist mit Mungo und Rumple?", fragte Jennyanydots als erste. ,,Ich habe weder Mungo, noch Rumple, noch ihre Familie gesehen. Das ganze Haus steht leer." ,,Oh, toll, dan können wir ja einziehen!", rief Tugger im Scherz. Doch sogleich bereute er es, denn er erntete er böse Blicke von den anderen. Er schämte sich und hielt es für besser, nichts mehr zu sagen. ,,Aber das ergibt keinen Sinn!", meldete sich Skimbleshanks zu Wort. ,,Wenn sie nicht daheim sind, wo sind sie dann?" Demeter und Bombalurina blickten sich erschrocken an und sagten wie aus einem Mund: ,,Macavity!" ,,Was? Wo?", riefen die anderen Jellicles zurück und sahen sich panisch um. Der rote Kater war aber nicht da. ,,Nicht hier! Macavity hat die beiden! Wo sollen sie sonst sein?", klärt Demi die Sache auf. Die Katzen waren sehr erschrocken. Rumple und Mungo in den Fängen Macavity´s? Ein Gedanke, der ihnen einen kalten Schauer über den Rücken jagte. ,,Wir müssen sie retten! Wer weiß, was er mit den beiden anstellt! Womöglich tut er Rumple was an, dass Mungojerrie für ihn arbeitet! Da ist er doch schon immer so scharf drauf gewesen!", sagte Mistofelees. ,,Misto, kannst du sie nicht einfach herzaubern?", fragte Etcetera, eine der jungeren Katzen. Ihre beste Freundin, Electra, fügte auch noch schnell hinzu:,, Du könntest uns beide ja in sie verzaubern, wie du es bei Old Deuteronomy und Cass gemacht hast, als er entführt wurde!" ,,Allerdings will ich dann nicht bei Macavity landen!" wehrte sich Etcetera. ,,Quatsch, Cass ist danach doch auch wieder da gewesen!" Ein strenger Blick von Jenny ließ die zwei Kätzchen schweigen. ,,Ich könnte es versuchen, aber ich will das nicht. Wo auch immer die beiden sind, ich kann nicht garantieren, das ihr wieder auftaucht. Das möchte ich nicht riskieren." erwiderte der junge Zauberkater. ,,Sehr vernünftig, Misto. Wir wollen nichts riskieren, wenn wir nicht genau wissen, wo die zwei sind. Schließlich haben wir nichts, das auf eine Entführung Macavitys hinweist.", sagte Munku. ,,Aber wo sollen sie denn sonst sein?", rief Plato, ,,Wir müssen sie befreien!" Munkustrap seufzte. ,,Das sagst du so leicht. weißt du denn, mit wem wir es hier zu tun haben? Macavity ist nicht irgentein Kater! Kannst du dich nicht mehr an den Kampf am Jellicle Ball erinnern? Wir müssten alle gegen ihn kämpfen, das er sich verzogen hat! Kein einziger von uns besitzt solch eine Kraft wie der Schurke!" ,,Dann gehen wir alle zusammen hin!" schlug Tumblebrutus vor. ,,Tolle Idee. Dann hat er uns alle." kommentierte sein Kumpel Pounzival. ,,Eben. In seinem Versteck ist er nämlich nicht allein. Du hast seine Helfer vergessen. Die sind zwar nicht sehr klug, aber genauso skrupellos wie er und die töten uns mit einem Pfotenschlag. Außerdem sind wir auch zusammen stark in der Unterzahl." belehrte Munku den jungen Kater. Tumble setzte sich hin und schmollte. Munku ignorierte das und fuhr fort:,,Außerdem sind wir Jellicles! Wir handeln mit dem Kopf, nicht mit den Krallen! Kämpfen tun wir nur im Notfall." ,,Ist das kein Notfall?",fragte Tumble, der das Schmollen aufgegeben hatte. Ihn beachtete jetzt sowieso keiner. ,,Nein! Auch wenn wir bei Mac sind, werden wir erst kämpfen, wenn wir angegriffen werden!" Munkustrap erhielt für seine klugen Sätze einen stolzen Blick von Old Deuteronomy. Tumble verdrehte die Augen. ,,Nun dann! Suchen müssen wir sie so oder so! Auf zu Macavity!", war Coricopats Vorschlag. Seine Schwester Tantomille schaute ihn erschrocken und unverständlich an. Das war das erste Mal, das sich die Zwillinge nicht einig waren! Munkustrap aber gab ihm recht. ,,Wir müssen sie finden! Aber damit warte wir besser bis morgen. Macavitys Versteck ist schon bei Tageslicht schwer genug zu finden! Und ich will gar nicht wissen, was sich nachts in diesen Gegenden alles herumtreibt...Legen wir uns schlafen." Der Jellicle Moon stand schon hell und klar am Himmel, als die Gruppe der Katzen sich langsam in die Nacht auflöste. Die Hauskatzen gingen nach Hause; Misto kroch in seine Röhre, Munku, Tanto und Corico machten sich in dem alten Auto breit, Jenny legte sich wie immer in die leere Motorhaube, Alonzo fand irgendwo ein Plätzchen zwischen dem Müll, Electra, Etcetera und Plato fanden zusammen ein alte Decke und Pounzival kugelte sich in eine Nische zwischen dem Schrott.
Teil 3:
Am nächsten Morgen waren alle wieder vollständig und bei Kräften. ,,Also: Es kommen mit: Alonzo, Tugger, Corico, Plato, Skimble und ich. Quaxo und Misto schleichen sich zusammen hinterher, damit sie im Ernstfall Hilfe holen können. Die anderen bleiben bitte hier, besonders die Katzen. Dann los!" Munku wollte gerade losspringen, als Demeter und Bomby sich ihm in den Weg stellten. Demeter sagte mit einem Lächeln auf den Lippen: ,,Ähm, Munki-Schätzchen, nur eine kleine Frage: Wie willst du dorthin kommen?" Munkustrap verdrehte die Augen. ,,Also: Bomby und Demter kommen auch noch mit." Die beiden Katzen führten die Truppe durch viele unbekannte Orte, Regionen und Gassen, in denen man sich leicht verirren konnte. Weit weg von London. Auf einem sehr abgelegenen, durch Dornengestüpp und hochgewachsenem Unkraut der Außenwelt abgeschnittenem Grundstück stand eine alte Fabrik, die schon seit Jahrzehnten kein Mensch mehr benutzte. ,,Da ist es.", flüsterte Bombalurina, ,,Macavity´s Versteck!" ,,Da stehten aber Wächter vor dem Eingang!" stellte Tugger fest, ,,Jemand muss sie ablenken!" Demeter atmete tief durch. ,,Ich machs!" Alle drehten sich erstaunt zu ihr um. ,,Was? Nein! Demi, nicht du! Du und Bomby, ihr wartet hier mit Quaxo und Misto!" befahl Munku. ,,Willst du etwa selber vor denen rumrennen? Wenn sie dich kriegen, müssen die anderen ohne dich darein!" herrschte sie zurück. ,,Aber nicht du..." sagte Munku leise in einem traurigen, verzweifelten Ton, den die anderen gar nicht von ihm kannten. Alle sahen Munku verwundert an und schwiegen. Misto brach das Schweigen mit seiner rettenden Idee und brachte Munku somit auch aus dieser etwas peinlichen Situation. ,,Ich zaubere einfach eine Atrappe an verschiedene Orte! In der Zwischenzeit könnt ihr schnell rein!" Munku hatte sich wieder gefasst und schluckte trocken. ,,Ok, so machen wir es. Bereit?" Die anderen nickten. Alonzo, Tugger, Corico, Plato, Skimble, Misto und Munkustrap schlichen ein Stückaus dem Gebüsch. Demeter sah ihnen verzweifelt hinterher. Sie schluckte hart ihre Tränen herunter, als sie Munkustrap durch das Laub verschwinden sah. ,,Munku!" rief sie plötzlich. Er drehte sich um. Sie blickten sich direkt in die Augen. Sie lief langsam auf ihn zu. Einige Zentimeter vor ihm blieb sie stehen. Sie fiel ihm in die Arme und sie rieben die Köpfe aneinander. Jetzt konnte sie nicht mehr anders: Salzige Wassertropfen liefen ihr die Wangen herunter. ,,Pass auf dich auf!" Bomby legte ihr von hinten eine Pfote auf die Schulter.,,Komm schon.." Schweren Herzens riß Demeter sich los. ,,Ich komm wieder. Ich versprechs." Mit diesen Worten drehte Munku sich um und ging mit den anderen.
Teil 4:
Die beiden Kater, die vor dem Eingang standen, dachten erst, sie hätten Halluzinationen (in gewisser Weise hatten sie das ja auch), als sie plötzlich die zierliche Gestalt einer Katze etwa hundert Meter vor sich erblickten. Sie reiben sich die Augen, dann sprangen los. Als sie fast bei der Katze angekommen waren, zauberte Misto sie weg und eine andere ans Ende des Grunstücks hin. Die Kater schauten verwirrt und rannten weiter. So ging das Spiel ein paar Mal hin und her. Die dämlichen Wachen rannten wie zwei Blöde die ganze Zeit hinterher. In dieser Zeit hatten die sechs Jellicle-Kater eine gute Chance, unbeobachtet in das Gebäude zugelangen. Als sie in dem alten Haus verschwunden waren, schickte Mistofelees einige Blitze aus allen Richtungen über die Wiese. Die beiden Kater waren sehr verwirrt und flohen beängstigt wieder auf ihren Posten. Von dem Eindringen der Jellicles hatten sie nichts bemerkt.
Teil 5:
Im Gebäude schlichen die sechs Kater lautlos die Gänge entlang. Im Keller befanden sich unzählige Zellen. Ein Teil stand offen, der größte Teil war verschlossen. Dort befanden sich die Gefangenen; Also auch Mungo und Rumple, wenn die Jellicles mit ihrer Vermutung Recht hatten. ,,Wie sollen wir sie denn hier finden?", flüsterte Tugger, der dicht hinter Munku lief. ,,Scht! Sei ruhig!" Tugger schüttelte den Kopf. So würde das nie etwas werden. Er musste jetzt reagieren! Die Türen zu den Zellen waren nicht schalldicht. Man konnte hier ein Wispern und dort ein klägliches Maunzen hören. Das war ein Vorteil- dachte Tugger zumindest. ,,Mungo? Rumple? Seid ihr hier??", rief er laut. Die anderen Zuckten zusammen und Munku fuhr ihn an: ,,Bist du wahnsinnig???" Tugger zuckte die Schultern. ,,Still! Da kommt jemand!", bemerkte der feinfühlige Coricopat. Die Kater huschten so schnell sie konnten die Gänge entlang und fanden glücklicherweise ein Nische in der Wand. Alle sechs pressten sich eng hinein. ,,Hallo? Ist hier jemand?", ertönte die Stimme eines Wächters. ,Ja!´, dachte Munku, ,aber das werd ich dir jetzt nicht auf die Nase binden!´ Kaum einer wagte zu atmen. So still war es noch nie in den Kellern Macavitys. Sogar die Gespräche der Gefangen waren erloschen. Nach einigen Minuten schien der Wärter weg zu sein. ,,Sie sind nicht hier!", wisperte Alonzo in Munkus Ohr, ,,sonst hätten sie geantwortet!" ,,Ja, ich weiß! Schnell raus hier!" Sie schliechen mit kaum hörbaren Schritten aus dem Keller. Sie waren fast am Ausgang, als sie die Wärter von hinten erblickten. ,,Wie kommen wir wieder an denen vorbei?", fragte Skimble flüsternd. ,,Wir werden sie überraschen! Quaxo, Tugger, ihr übernehmt den Rechten! Plato und ich den Linken! Alonzo und Skimble, ihr rennt schonmal voraus!" So lautete Munkus Plan. Leise, aber schnell, rannten sie von hinten auf die nichtsahnenden Wärter zu.
Teil 6:
Demter und die anderen warteten im Schutze des Dickichts schon ein ganze Weile auf die Kater. ,,Da!" Bomby wies mit der Pfote auf den Eingang, aus dem Lonzo und Skimble stürmten. Vom Eingang her kam ein Geschrei und Gebrüll. ,,MUNKU!!" Demeter geriet in Panik und wollte losstürmen, als sie den gestreiften Kater nicht sehen konnte. Sie rannte quer über die Wiese. Alonzo und Skimble wunderten sich, ein bisschen, als Demter auf sie zurannte- und vorbeirannte! Lonzo drehte sich blitzartig um und stürzte sich auf sie. ,,Demi, du kannst da nicht rein!" ,,Lass mich los!!!! Ich will zu Munku!!!" Kreischte sie und kratze Alonzo, wo sie ihn erwischen konnte. Doch jetzt drücke sich auch noch Skimble auf sie. Die beiden Kater hielten die hysterische Katze fest. Demeter zappelte und zappelte, aber sie kam nicht frei. Sie war völlig kopflos, ihr einziger Gedanke galt Munkustrap. Skimble und Lonzo hatten große Mühe, Demeter noch länger zu halten, als endlich Munku, Tugger, Plato und Quaxo erschienen. Die beiden Kater ließen sie los und sie stürmte los. Überglücklich rannte sie Munku entgegen. Doch dieses rief: ,,Dreh um! Lauf los! Lauft alle los! Se verfolgen uns!" Und da sahen sie es: Horden von Macavitys Katern tauchten aus allen Öffnungen der Fabrik auf; aus Fenster, Türen, Löchern in der Wand, einfach überall; und rannten auf die Jellicles zu. So viele Katzen auf einmal hatte bisher keiner von ihnen gesehen! Demeter blieb ruckartig stehen, wartete aber noch auf Munku, der ganz hinten lief und aufpasste, das keiner hinfiel. Neben ihm rannte sie nun weiter. Ich Laufen keuchte sie: ,,Ich bin so froh, das du wieder da bist!" Munku lächelte sie an. ,,Ich halte meine Versprechen!"
Sie erreichten das Gebüsch und schlugen sich durch die Hecke. Die anderen waren zum Glück schon vorgerannt und Bombalourina führte sie den Weg zurück. Als sie in der Stadt waren, blieben sie erschöpft im Schutze der Häuser stehen. Noch nach Luft ringend, fuhr Munkustrap den Rum Tum Tugger an. ,,Sagmal spinnst du! Du bist wohl von allen guten Geistern verlassen!" ,,Beruhig dich! Es ist doch nichts passiert! Sorry, ich weiß, dass das nicht hätte sein müssen, aber so gings viel schneller!" Munku war so wütend, das ihm darauf nichts mehr einfiel. Naja, eigentlich hatte er ja Recht. was hätten sie sonst tun sollen? Er beschloss einfach, für eine ganze Weile nicht mehr mit Tugger zu reden.
Teil 7:
Der Jellicle Mond stand schon wieder leuchtend am Himmel, als Alonzo den Bericht beendete. Die Wunden von Munku, Tugger, Plato und Quaxo vom Kampf mit Macavity´s Leuten waren bereits von Jenny und Jelly versorgt worden und längst nicht so schlimm. Demeter war überglücklich, das sie ihren Munku wiederhatte- der natürlcih genauso froh war-, und die Kätzchen waren glücklich, das Tugger wieder da war, Casandra hatte ihren Lonzo wieder und der Rest freute sich auch.
Das wäre eigentlich ein Happy End. Denkt ihr. Aber was ist eigentlich mit unserem Hauptproblem? Mungo und Rumple sind immer noch nciht aufgetaucht. Also geht die Story noch weiter!
Doch einer Erholsamen Nacht war die glückliche Stimmung längst wieder verflogen. Die Kleine Jemima hatte bereits tränen vergossen, weil sie Rumpleteazer so sehr vermisste. Die anderen waren auch nicht gerade glücklich... Da hockten sie also alle, mit hängenden Köpfen in einem Kreis und schwiegen. Nur bei Asparagus und Exotica war ein flüstern zu hören. ,,Ich glaube fast, sie sind von einem Auto..." ,,Schscht! Wenn das die Kätzchen mitkriegen!" zischte Exo ihn an. ,,Wenns keine andere Möglichkeit gibt..." Plötzlich, mitten in die Stille hinein, wie ein Platzregen, den der Himmel nicht durch graue Wolken ankündigt, hörten die Jellicles eine allzugut bekannte, fröhliche Stimme: ,,Nanu? Was seid ihr den so betreten? Ist ja schön das ihr uns so vermisst habt, aber unsere Wiederkehr habe ich mich anders vorgestellt, nicht wahr, Mungo?" Auf dem Schrottplatz brach ein Jubel aus, die Freude war größer als auf jedem Jellicle Ball. AUf dem Müllberg standen Mungojerrie und Rumpleteazer! Eceteras Freudenschrei hörte man natürlich am meisten heraus; keiner kann so gut schreien wie sie; aber das störte heute keinen. Alle stürzten sich auf Mungo und Rumple, alle waren glücklich; auch Rumple und Mungo, auch wenn sie überhaupt nicht verstanden, um was es hier ging. Munkustrap fragte, wo sie waren und warum so lange. Er erzählte, von ihrer Suche, dem Eindringen in Macavity´s Versteck und dem Kampf. Dabei leiß er keine winziges Detail aus. Rumlpe staunte nicht schlecht. ,,Das habt ihr alles für uns getan? Wow, find ich super!" Mungo gab endlich eine Antwort auf die Frage, die seit Tagen alle beschäftigte: ,,Unsere Familie ist in Urlaub gegeangen, und keiner von ihren Bekannten wollte uns versorgen. Wir hätten uns natürlich auch selber versorgen können, aber das wissen die lieben Menschen ja nicht. Am Ende blieb ihnen keine andere Möglichkeit, uns in eine Tierpension zu bringen! Ist das nicht die Höhe? Ich sag euch, da ist es so schrecklich. Wenn man rausmöchte, kommt man nur in einen komischen Käfig, total winzig. Wir sind echt froh, das unsere Leute jetzt wieder da sind und uns heute Morgen abgeholt haben." ,,Dann war ja alles umsonst! Und wir bringen uns hier in höchste Gefahr...", sagte Tugger, wofür ihn alle Kätzchen umso mehr anhimmelten. Der mutige Tugger hatte sich fast ins Verderben gestürtzt um zwei Freunden zu helfen! Ecetera fiel fast in Ohnmacht, als sie sich das vorstellte.
Alle Jellicles waren wieder glücklich vereint, und sie feierten am Abend ein riesiges Freudenfest, fast größer als der Jellicle Ball. Mungo und Rumple hatten dafür extra Hünchenbrustfilet aus dem Supermarkt geklaut:)
So, das war mein erstes Fanfic. Ich habe dafür 3 Tage gebraucht. Vielleicht gefällt es nciht allen, aber ich bin mächtig stolz auf mich! Ich wäre echt froh über ein Feedback per E-Mail. Schreibt an:
Danke!